Donnerstag, 21. Juni 2012
Neue deutsche Rechtschreibung: ein kleines Tutorial. Teil 2: Getrennt- und Zusammenschreibung bei Verben
so, nun kommen wir dazu, wie man schreibt, wenn es sich um Adjektiv und Verb handelt...

Grundregel lautet hier ebenfalls: immer getrennt.

Die Abweichungen sind:

1) das Adjektiv und das Verb haben eine neue Gesamtbedeutung - in diesem Fall bilden Adjektiv und Verb eine trennbare Zusammensetzung (siehe Teil 1):

- Diese Frau kann hellsehen (das Adjektiv "hell" hat hier nicht seine ursprüngliche Bedeutung von "viel Licht" oder "starkes Licht"...)

- Wir mussten ihn erst weichklopfen (hier bedeutet "weichklopfen" so viel wie überzeugen... und nicht wörtlich, dass man jemanden so lange klopft, bis er weicht ist)

Ausführlichere Listen findet man im Internet.

ABER:
Ist nicht ganz klar, ob es sich um einen solchen Fall handelt, kann man auch getrennt schreiben. Das liegt daran, dass bei einigen solcher Zusammensetzungen eben noch nicht ganz endgültig feststeht, ob sie noch im wörtlichen Sinne gebraucht werden oder nicht.

2) das Adjektiv ist ein so genanntes "resultatives Adjektiv" - in diesem Fall geht beides: immer getrennt oder trennbar.

Resultativ bedeutet, dass das Adjektiv angibt, auf welche Weise sich irgendetwas verändern wird als Resultat der mit dem Verb ausgedrückten Handlung.

- Ich habe meine Haare blond gefärbt/blondgefärbt (als Resultat der Handlung "färben" sind die Haare blond)

- Wir haben die Kommode blankgeputzt/blank geputzt (als Resultat der Handlung "putzen" ist dei Kommode blank)

Aber aufpassen:

- Ich streiche den Zaun grün (hier erkennt man nicht, welche Variante gewähllt wurde, weil bei der Variante "trennbar" auch getrennt geschrieben wird, wenn das Verb im Infinitiv (putzen, reden, laufen...), den Partizipien (laufen/gelaufen, redend/geredet) oder im Nebensatz mit Verb-Endstellung verwendet wird (Ich weiß, dass du die Kommode blankgeputzt hast - der Nebensatz beginnt ab dem "dass").

GANZ WICHTIG!!!

Sind diese resultativen Adjektive erweitert (d. h. steht z. B. ein "sehr" oder "ziemlich" davor) geht NUR Getrenntschreibung.

Beispiele:

- Wir haben die Kommode ziemlich blank geputzt
- Du hast die die Haare übertrieben blond gefärbt

GRUND: Wenn das Adjektiv erweiter ist, wird es nicht mehr als Bestandteil des Verbs gesehen. Somit handelt es sich um eine Wortgruppe und keine Zusammensetzung, und Wortgruppen werden sowieso immer getrennt geschrieben.

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Kleines PHP Tutorial... auch generell als Einstieg ins Programmieren TEIL 2
sooo... in diesem Teil werd ich schon ein, zwei ganz kleine Programme schreiben, um das Prinzip von Variablen zu verdeutlichen.

Alle Variablen in PHP MÜSSEN mit einem $ beginnen... ist einfach so. Bei den meisten anderen Programmiersprachen ist das nicht so.

Als Variablennamen kann man fast alles wählen, ein paar Zeichen sind allerdings nicht erlaubt. Das erste Zeichen darf z. B. keine Zahl sein, aber Zahlen können problemlos ab der zweiten Stelle benutzt werden. Welche Zeichen das im Einzelnen sind, findet ihr per Google-Suche.

Gut. Ich schreibe jetzt ein Programm, bei dem ich will, dass 5 verschiedene Beträge um 20% erhöht werden. Jetzt kann ich das auf zwei Arten machen:

1)
echo 5 * 1.2;
echo 9 * 1.2;
echo 12 * 1.2;
echo 4 * 1.2;
echo 14 * 1.2;

Anmerkung: Am Ende JEDER Anweisung in PHP MUSS ein ; stehen. Und statt eines Kommas muss man, wie im Englischen, einen Dezimalpunkt schreiben.

Mit echo erzeugt man eine Ausgabe, also z. B. einen Text, den der Benutzer dann lesen kann.

2)
$erhoehung = 1.2;
$betrag = 5;
$rechnung = $betrag * $erhoehung;
echo $rechnung;

$betrag = 9;
$rechnung = $betrag * $erhoehung;
echo $rechnung;

$betrag = 12;
$rechnung = $betrag * $erhoehung;
echo $rechnung;

etc.

Der Unterschied ist, dass ich Variante 1 jeden einzelnen Fall ausgeschrieben und ausgegeben habe und in Variante zwei, so wie man es machen sollte, die einzelnen Werte in Variablen gespeichert habe und dann nur noch mit den Variablen weiterarbeite.

Wenn ich denselben Variablennamen an verschiedenen Stellen benutze, macht das erst mal nix. Der alte Wert der Variable wird dann einfach vom neuen überschrieben. Hat allerdings den Nachteil, dass man sich manchmal seine Variablen überschreibt, obwohl man mit dem alten Wert noch weiterarbeiten wollte.

Klar, bei diesen kleinen Zahlen ist das jetzt noch nicht allzu spannend, aber bei folgendem Beispiel wird der Nutzen schon etwas deutlicher:

$betrag = 10;
$rechnung = (($betrag/10)² + 7.45³) / 2342.23;
echo $rechnung;

Würde ich nicht mit Variablen arbeiten, müsste ich alles, was bei $rechnung steht (also den Wert der Variable $rechnung) jedes Mal wieder neu schreiben.

Also merken: Alles, womit ich an mehreren Stellen im Programm arbeiten muss/will, sollte ich in eine Variable speichern. In manchen Situationen muss man das sogar.

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Donnerstag, 21. Juni 2012
Kleines PHP Tutorial... auch generell als Einstieg ins Programmieren TEIL 1
Falls das mal jemand anpacken wollte...

Ist alles halb so wild.

Also, was muss man wissen:

PHP ist eine serverseitige Skriptsprache (das sind im Prinzip sprachen, die für Webseiten verwendet werden). D. h., sie wird auf dem PC, auf dem die Dateien für die Webseite gespeichert sind (dem Server) ausgeführt... auf dem PC des Benutzers passiert da nix.
Der Benutzer ruft über den Browser (Firefox, Internet Explorer) z. B. durch Eingabe der URI die Webseite auf. D. h. der Browser des Benutzers (oder Clients) sendet eine Anfrage an den Server, auf dem die Webseite gespeicher wird.
Normalerweise (oder immer, bin mir da nicht hunderprozentig sicher, ob man sie auch anders nennen kann. Ich kenne nur die Bennung als Index) wird da eine Datei aufgerufen, die Index.php heißt.
PHP sorgt nun dafür. dass die Seite auf dem Server zusammengebaut wird, in dem dann eben alles, was angefordert wurde, an den Benutzer zurückgeschickt wird.

Das besondere an PHP gegenüber HTML ist, dass die Webseite dynamisch gestaltet werden kann, d. h. dass der Benutzer Dinge verändern kann, Formulare absenden kann, in Gästebücher schreiben kann und andere Dinge.

Der Unterschied zu JavaScript ist, dass JavaScript im Browser des Benutzers ausgeführt wird und man in den Browsereinstellungen JavaScript deaktivieren kann. Deshalb sollte man JavaScript für die Interaktion mit dem Nutzer nur bedingt anwenden.

PHP ist im Prinzip schon eine Programmiersprache (es gibt Bedingungen, Prozeduren, Funktionen, mehr dazu später), nur ist PHP eben speziell für den Einsatz auf Servern gedacht

Als Einstieg ins Programmieren eignet es sich aber ganz gut, weil es noch nich zu kompliziert ist. Man kann daran aber gut die Funktionsweise von Programmiersprachen erklären.

Was macht man beim Programmieren?
Man sagt einem Programm, was es wann und in welcher Reihenfolge machen soll.
Das muss man sich natürlich vorher überlegen.

Es gibt ein paar wesentliche Elemente des Prgrammierens:
- Variablen
- Prozeduren
- Funktionen
- Schleifen
- Anweisungen

Variablen:
Sie dienen im Prinzip dazu, alles kürzer und einfacher zu machen. Stellt euch vor, ihr habt ein Stpck Code, das immer wieder im Programm verwendet wird. Eine Zahl oder Zahlenkombination etwa, mit der ihr an mehreren Stellen rechnen müsst. Anstatt nun immer wieder, die gleiche Zahl oder Zahlenkombination zu schreiben, speichert ihr das Ganze in einer Variable und verwendet dann jedes Mal nur noch die Variable.

Wenn ihr jetzt dei Zahl 7 öfter verwenden müsst, bringt das noch nicht so viel, aber schon wenn ihr mal 4,5 Zeilen Code habt, die sich immer wiederholen (was schnell passiert), dann ist das schon nützlich.

Und bei PHP wird fast alles in Variablen gespeichert.

Prozeduren:
Prozeduren sind im Prinzip nix anderes als der Code... sobald ihr mit einer Variable irgendwas macht, ist es eine Prozedur...

Funktionen
Die Funktionen unterscheiden sich in einem Punkt von den Prozeduren. Funktionen haben eine Rückgabewert. Funktionen verwendet man dann, wenn man irgendwoher eine Eingabe oder einen Wert (den Inhalt einer Variable) bekommt und man damit irgendwas anstellen muss (rechnen, vergleichen,...) und das Ergebnis des Ganzen woanders wieder verwenden muss.
Beispiel:
Ein Benutzer soll sein Alter angeben und bekommt, sofern sein Alter genau 30, 40 oder 50 ist, eine Meldung zurück, wie "Sie sind 24 Jahre jünger als Angela Merkel" oder eben 14 oder sowas... dann gibt der Benutzer das ein, die Funktion bekommt zum Rechnen die Eingabe des Benutzers (z. B. 30), innerhalb der Funktion wird dann mit der 30 gerechnet und dann gibt die Funktion das Ergebnis wieder zurück an eine Prozedur, die dann für die eigentliche Ausgabe sorgt
Das Ganze muss nicht so ablaufen, aber dafür werden Funktionen eben oft verwendet.

Schleifen
Das sind Programmabschnitte, die immer wieder ablaufen, bis irgendein bestimmtes Ereignis eingetreten ist.
Z. B. soll ein Programm an einer bestimmten Stelle ein Passwort abfragen. Dann kann man mit einer Schleife einstellen, dass diese Passwortabfrage so lange ablaufen soll, bis das Passwort drei Mal eingegeben wurde (Zählschleife) und danach z. B. eine Meldung anzeigt.

Anweisungen
IF... THEN... ELSE... Ein ganz grundlegender Baustein der Programmierung. Wenn das eine eintrifft, dann setze das Programm so fort... tritt das andere ein, dann setze das Programm anders fort...


... bis hierher erstmal... weiter in TEIL 2

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