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Donnerstag, 21. Juni 2012
Macht ihr das auch...?
gedankenerguesse, 01:46h
- Gleichzeitig Zähne putzen und aufs Klo gehen
- Saft mit Mineralwasser mischen
- Ab und zu Selbstgespräche führen
- Vorm Einschlafen den Tag in Gedanken Revue passieren lassen
- Beim Duschen pinkeln
- Statt aufzuräumen, Dinge einfach nur von A nach B legen
- Nicht Danke und Bitte sagen, wenn euch jemand z. B. im Geschäft die Tür offen hält... das ist doch selbstverständlich...?!
- ...
- Saft mit Mineralwasser mischen
- Ab und zu Selbstgespräche führen
- Vorm Einschlafen den Tag in Gedanken Revue passieren lassen
- Beim Duschen pinkeln
- Statt aufzuräumen, Dinge einfach nur von A nach B legen
- Nicht Danke und Bitte sagen, wenn euch jemand z. B. im Geschäft die Tür offen hält... das ist doch selbstverständlich...?!
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Kleines PHP Tutorial... auch generell als Einstieg ins Programmieren TEIL 1
gedankenerguesse, 01:28h
Falls das mal jemand anpacken wollte...
Ist alles halb so wild.
Also, was muss man wissen:
PHP ist eine serverseitige Skriptsprache (das sind im Prinzip sprachen, die für Webseiten verwendet werden). D. h., sie wird auf dem PC, auf dem die Dateien für die Webseite gespeichert sind (dem Server) ausgeführt... auf dem PC des Benutzers passiert da nix.
Der Benutzer ruft über den Browser (Firefox, Internet Explorer) z. B. durch Eingabe der URI die Webseite auf. D. h. der Browser des Benutzers (oder Clients) sendet eine Anfrage an den Server, auf dem die Webseite gespeicher wird.
Normalerweise (oder immer, bin mir da nicht hunderprozentig sicher, ob man sie auch anders nennen kann. Ich kenne nur die Bennung als Index) wird da eine Datei aufgerufen, die Index.php heißt.
PHP sorgt nun dafür. dass die Seite auf dem Server zusammengebaut wird, in dem dann eben alles, was angefordert wurde, an den Benutzer zurückgeschickt wird.
Das besondere an PHP gegenüber HTML ist, dass die Webseite dynamisch gestaltet werden kann, d. h. dass der Benutzer Dinge verändern kann, Formulare absenden kann, in Gästebücher schreiben kann und andere Dinge.
Der Unterschied zu JavaScript ist, dass JavaScript im Browser des Benutzers ausgeführt wird und man in den Browsereinstellungen JavaScript deaktivieren kann. Deshalb sollte man JavaScript für die Interaktion mit dem Nutzer nur bedingt anwenden.
PHP ist im Prinzip schon eine Programmiersprache (es gibt Bedingungen, Prozeduren, Funktionen, mehr dazu später), nur ist PHP eben speziell für den Einsatz auf Servern gedacht
Als Einstieg ins Programmieren eignet es sich aber ganz gut, weil es noch nich zu kompliziert ist. Man kann daran aber gut die Funktionsweise von Programmiersprachen erklären.
Was macht man beim Programmieren?
Man sagt einem Programm, was es wann und in welcher Reihenfolge machen soll.
Das muss man sich natürlich vorher überlegen.
Es gibt ein paar wesentliche Elemente des Prgrammierens:
- Variablen
- Prozeduren
- Funktionen
- Schleifen
- Anweisungen
Variablen:
Sie dienen im Prinzip dazu, alles kürzer und einfacher zu machen. Stellt euch vor, ihr habt ein Stpck Code, das immer wieder im Programm verwendet wird. Eine Zahl oder Zahlenkombination etwa, mit der ihr an mehreren Stellen rechnen müsst. Anstatt nun immer wieder, die gleiche Zahl oder Zahlenkombination zu schreiben, speichert ihr das Ganze in einer Variable und verwendet dann jedes Mal nur noch die Variable.
Wenn ihr jetzt dei Zahl 7 öfter verwenden müsst, bringt das noch nicht so viel, aber schon wenn ihr mal 4,5 Zeilen Code habt, die sich immer wiederholen (was schnell passiert), dann ist das schon nützlich.
Und bei PHP wird fast alles in Variablen gespeichert.
Prozeduren:
Prozeduren sind im Prinzip nix anderes als der Code... sobald ihr mit einer Variable irgendwas macht, ist es eine Prozedur...
Funktionen
Die Funktionen unterscheiden sich in einem Punkt von den Prozeduren. Funktionen haben eine Rückgabewert. Funktionen verwendet man dann, wenn man irgendwoher eine Eingabe oder einen Wert (den Inhalt einer Variable) bekommt und man damit irgendwas anstellen muss (rechnen, vergleichen,...) und das Ergebnis des Ganzen woanders wieder verwenden muss.
Beispiel:
Ein Benutzer soll sein Alter angeben und bekommt, sofern sein Alter genau 30, 40 oder 50 ist, eine Meldung zurück, wie "Sie sind 24 Jahre jünger als Angela Merkel" oder eben 14 oder sowas... dann gibt der Benutzer das ein, die Funktion bekommt zum Rechnen die Eingabe des Benutzers (z. B. 30), innerhalb der Funktion wird dann mit der 30 gerechnet und dann gibt die Funktion das Ergebnis wieder zurück an eine Prozedur, die dann für die eigentliche Ausgabe sorgt
Das Ganze muss nicht so ablaufen, aber dafür werden Funktionen eben oft verwendet.
Schleifen
Das sind Programmabschnitte, die immer wieder ablaufen, bis irgendein bestimmtes Ereignis eingetreten ist.
Z. B. soll ein Programm an einer bestimmten Stelle ein Passwort abfragen. Dann kann man mit einer Schleife einstellen, dass diese Passwortabfrage so lange ablaufen soll, bis das Passwort drei Mal eingegeben wurde (Zählschleife) und danach z. B. eine Meldung anzeigt.
Anweisungen
IF... THEN... ELSE... Ein ganz grundlegender Baustein der Programmierung. Wenn das eine eintrifft, dann setze das Programm so fort... tritt das andere ein, dann setze das Programm anders fort...
... bis hierher erstmal... weiter in TEIL 2
Ist alles halb so wild.
Also, was muss man wissen:
PHP ist eine serverseitige Skriptsprache (das sind im Prinzip sprachen, die für Webseiten verwendet werden). D. h., sie wird auf dem PC, auf dem die Dateien für die Webseite gespeichert sind (dem Server) ausgeführt... auf dem PC des Benutzers passiert da nix.
Der Benutzer ruft über den Browser (Firefox, Internet Explorer) z. B. durch Eingabe der URI die Webseite auf. D. h. der Browser des Benutzers (oder Clients) sendet eine Anfrage an den Server, auf dem die Webseite gespeicher wird.
Normalerweise (oder immer, bin mir da nicht hunderprozentig sicher, ob man sie auch anders nennen kann. Ich kenne nur die Bennung als Index) wird da eine Datei aufgerufen, die Index.php heißt.
PHP sorgt nun dafür. dass die Seite auf dem Server zusammengebaut wird, in dem dann eben alles, was angefordert wurde, an den Benutzer zurückgeschickt wird.
Das besondere an PHP gegenüber HTML ist, dass die Webseite dynamisch gestaltet werden kann, d. h. dass der Benutzer Dinge verändern kann, Formulare absenden kann, in Gästebücher schreiben kann und andere Dinge.
Der Unterschied zu JavaScript ist, dass JavaScript im Browser des Benutzers ausgeführt wird und man in den Browsereinstellungen JavaScript deaktivieren kann. Deshalb sollte man JavaScript für die Interaktion mit dem Nutzer nur bedingt anwenden.
PHP ist im Prinzip schon eine Programmiersprache (es gibt Bedingungen, Prozeduren, Funktionen, mehr dazu später), nur ist PHP eben speziell für den Einsatz auf Servern gedacht
Als Einstieg ins Programmieren eignet es sich aber ganz gut, weil es noch nich zu kompliziert ist. Man kann daran aber gut die Funktionsweise von Programmiersprachen erklären.
Was macht man beim Programmieren?
Man sagt einem Programm, was es wann und in welcher Reihenfolge machen soll.
Das muss man sich natürlich vorher überlegen.
Es gibt ein paar wesentliche Elemente des Prgrammierens:
- Variablen
- Prozeduren
- Funktionen
- Schleifen
- Anweisungen
Variablen:
Sie dienen im Prinzip dazu, alles kürzer und einfacher zu machen. Stellt euch vor, ihr habt ein Stpck Code, das immer wieder im Programm verwendet wird. Eine Zahl oder Zahlenkombination etwa, mit der ihr an mehreren Stellen rechnen müsst. Anstatt nun immer wieder, die gleiche Zahl oder Zahlenkombination zu schreiben, speichert ihr das Ganze in einer Variable und verwendet dann jedes Mal nur noch die Variable.
Wenn ihr jetzt dei Zahl 7 öfter verwenden müsst, bringt das noch nicht so viel, aber schon wenn ihr mal 4,5 Zeilen Code habt, die sich immer wiederholen (was schnell passiert), dann ist das schon nützlich.
Und bei PHP wird fast alles in Variablen gespeichert.
Prozeduren:
Prozeduren sind im Prinzip nix anderes als der Code... sobald ihr mit einer Variable irgendwas macht, ist es eine Prozedur...
Funktionen
Die Funktionen unterscheiden sich in einem Punkt von den Prozeduren. Funktionen haben eine Rückgabewert. Funktionen verwendet man dann, wenn man irgendwoher eine Eingabe oder einen Wert (den Inhalt einer Variable) bekommt und man damit irgendwas anstellen muss (rechnen, vergleichen,...) und das Ergebnis des Ganzen woanders wieder verwenden muss.
Beispiel:
Ein Benutzer soll sein Alter angeben und bekommt, sofern sein Alter genau 30, 40 oder 50 ist, eine Meldung zurück, wie "Sie sind 24 Jahre jünger als Angela Merkel" oder eben 14 oder sowas... dann gibt der Benutzer das ein, die Funktion bekommt zum Rechnen die Eingabe des Benutzers (z. B. 30), innerhalb der Funktion wird dann mit der 30 gerechnet und dann gibt die Funktion das Ergebnis wieder zurück an eine Prozedur, die dann für die eigentliche Ausgabe sorgt
Das Ganze muss nicht so ablaufen, aber dafür werden Funktionen eben oft verwendet.
Schleifen
Das sind Programmabschnitte, die immer wieder ablaufen, bis irgendein bestimmtes Ereignis eingetreten ist.
Z. B. soll ein Programm an einer bestimmten Stelle ein Passwort abfragen. Dann kann man mit einer Schleife einstellen, dass diese Passwortabfrage so lange ablaufen soll, bis das Passwort drei Mal eingegeben wurde (Zählschleife) und danach z. B. eine Meldung anzeigt.
Anweisungen
IF... THEN... ELSE... Ein ganz grundlegender Baustein der Programmierung. Wenn das eine eintrifft, dann setze das Programm so fort... tritt das andere ein, dann setze das Programm anders fort...
... bis hierher erstmal... weiter in TEIL 2
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Die lieben Ausländer...
gedankenerguesse, 00:43h
Ein herrliches Land hier.... so offen, so international... die Deutschen reisen gerne... lernen gerne Sprachen... und gehen natürlich zum Chinesen, Türken und Inder...
und allseits beliebt sind wir auch (vielleicht mit Ausnahme der Griechen momentan...)
Aber ist es nicht komisch, dass alle hier geborenen "Migrationshintergründigen", die's zu was gebracht haben (Özil etc.) Deutsche sind und alle, die nicht berühmt sind, Ausländer...?
Tjaja... so hat das alles seine eigene Logik...
(ich bin übrigens Deutscher)
und allseits beliebt sind wir auch (vielleicht mit Ausnahme der Griechen momentan...)
Aber ist es nicht komisch, dass alle hier geborenen "Migrationshintergründigen", die's zu was gebracht haben (Özil etc.) Deutsche sind und alle, die nicht berühmt sind, Ausländer...?
Tjaja... so hat das alles seine eigene Logik...
(ich bin übrigens Deutscher)
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Allgemeinwissen
gedankenerguesse, 00:33h
Ja, wie gut fühlt sich der Deutsche (vor allem Mann), wenn er am Stammtisch weiß, wie die Hauptstadt von Guinea-Bissau heißt... wie gut fülht er sich, wenn er abends bei Wer Wird Millionär? die 16.000-Euro-Frage weiß...
Jaja, die gute, alte Allgemeinbildung...
Was muss man wissen?
Muss ein Metzger wissen, wann der Dreißigjährige Krieg war?
Muss ein Bäcker wissen, was Edelgase von anderen Elementen unterscheidet?
Ich denke, dass vieles, was heute als Allgemeinwissen verkauft wird, einfach reines Angeber-Faktenwissen ist. Mit dem man abends bei der Quizshow prahlen kann... oder eben am Stammtisch... oder auch beim Grillabend...
Was muss ein Metzger/Arzt/Pilot/Manager wissen?
Zunächst mal das, was er für seinen Beruf braucht...
Danach noch das, was er braucht, um im sozialen System zurechtzukommen...
Und dann die Dinge, die er wissen will, weils im Spaß macht...
Ist es nicht wichtiger, zu wissen, warum Kriege beginnen, anstatt zu wissen, wann genau sie begonnen haben?
Klar, ein Volk das wählt, sollte wissen, welche Argumente der Politik auf falschen Fakten beruhen... aber nicht mal die "Experten" wissen, was nun Fakt ist und was noch Spekulation...
Jaja, die gute, alte Allgemeinbildung...
Was muss man wissen?
Muss ein Metzger wissen, wann der Dreißigjährige Krieg war?
Muss ein Bäcker wissen, was Edelgase von anderen Elementen unterscheidet?
Ich denke, dass vieles, was heute als Allgemeinwissen verkauft wird, einfach reines Angeber-Faktenwissen ist. Mit dem man abends bei der Quizshow prahlen kann... oder eben am Stammtisch... oder auch beim Grillabend...
Was muss ein Metzger/Arzt/Pilot/Manager wissen?
Zunächst mal das, was er für seinen Beruf braucht...
Danach noch das, was er braucht, um im sozialen System zurechtzukommen...
Und dann die Dinge, die er wissen will, weils im Spaß macht...
Ist es nicht wichtiger, zu wissen, warum Kriege beginnen, anstatt zu wissen, wann genau sie begonnen haben?
Klar, ein Volk das wählt, sollte wissen, welche Argumente der Politik auf falschen Fakten beruhen... aber nicht mal die "Experten" wissen, was nun Fakt ist und was noch Spekulation...
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Lebenserfahrung
gedankenerguesse, 00:26h
Nur, weil man 50 Jahre alt ist und sich mit Versicherungen und Krankenkassenbeiträgen auskennt, heißt das noch lange nicht, dass man mehr Lebenserfahrung hat. Es reicht nämlich nicht, Erfahrungen einfach nur zu sammeln - es kommt drauf an, was man daraus macht.
Wenn man 30 Jahre lang mit derselben Frau verheiratet ist, die auch noch die erste Freundin war, 30 Jahre lang denselben Beruf ausübt, nie selbständig war, nie alleine gelebt hat, nie im Ausland gelebt hat, sich nie selbst durchschlagen musste, welche Lebenserfahrung hat man dann?
Wenn man 30 Jahre lang mit derselben Frau verheiratet ist, die auch noch die erste Freundin war, 30 Jahre lang denselben Beruf ausübt, nie selbständig war, nie alleine gelebt hat, nie im Ausland gelebt hat, sich nie selbst durchschlagen musste, welche Lebenserfahrung hat man dann?
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Was ist richtiges und gutes Deutsch?
gedankenerguesse, 18:40h
Den Name Bastian Sick habt ihr bestimmt schon mal gehört. Der hat u. a. das Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" geschrieben.
Ich mag dieses Buch nicht besonders, da viele Erklärungen einfach schwammig bis schwachsinnig sind. (ein Beispiel: Es heiße auf Deutsch korrekt: Etwas ergibt Sinn und nicht etwas macht Sinn, da machen nur für konkrete Dinge gebraucht werden sollte und nicht für abstrakte. Man könne ja nicht etwas Abstraktes machen. Dies sei ein Einfluss des Englischen, wo es ja "to make sense" heißt. Allerdings heißt es auf Deutsch auch "Spaß machen", "Freude machen" etc. pp. Das sind alles ebenfalls abstrakte Begriffe...)
Außerdem suggeriert das Buch, dass es so etwas wie falsches und richtiges Deutsch gibt. Und das stimmt nur zum Teil.
Zunächst einmal zum Wort "Standardsprache". Dieses Wort sagt nicht etwa aus, dass es sich um einen Standard handelt, der als besonders gut angesehen werden solte. Es sagt aus, dass es sich um eine standardisierte - und somit zu einem gewissen Grad auch künstliche - Sprachvariante handelt. Linguistisch gesehen gibt es nämlich keine Standardsprache, im Sinne einer einzigen korrekten Sprachform. Es gibt nur Varietäten. Sächsich, Bayrisch, Hessisch... das sind alles Varietäten der Sprachgruppe "Deutsch". Und allein schon die Frage, was alles zum Deutschen gehört, lässt sich nur sehr schwer beantworten. Viel häufiger wird eine Varietät zu der und der Sprache gezählt, weil das Sprechergebiet in dem Land liegt, in dem diese Sprache als Nationalsprache gilt. Aus linguistischer Sicht gibt es dafür aber dann kaum Gründe.
Es gibt nicht das eine korrekte Deutsch. Zu diesem Irrglauben führen auch unsere Freunde beim DUDEN-Verlag. Im Vorwort der Duden-Grammatik steht ja auch noch etwas vom "normativen Anspruch" den der DUDEN erhebt. Klar, der DUDEN ist DIE Referenz (zusammen mit dem Wahrig, der aber schon weniger gebräuchlich ist) der in allen Gebieten verwendet wird. Aber der DUDEN ist eben KEINE NORMATIVE Insitution. Der DUDEN hat nicht die Macht, vorzuschreiben, wie etwas verwendet werden soll. Er kann nur Empfehlungen aussprechen. Aufgrund seiner weiten Verbreitung hat er aber fast normativen Charakter, ob man will oder nicht.
Wie kommt der DUDEN nun zu seine Regeln? Nun, Sprache ist, wie das Wort impliziert, vornehmlich etwas Gesprochenes. Schrift wurde ja bekanntlich so vor ca. 6000 Jahren entwickelt. Aber gesprochene Sprache gabs davor ja schon wesentlich länger. Und die gesprochene Sprache ist nun das Maß aller Dinge. Denn das Einzige, was der DUDEN machen kann (auch wenn er es selber vielleicht anders hääte) ist ABZUBILDEN, WIE DIE MENSCHEN DIE SPRACHE IN DER GEGENWART VERWENDEN (im Fachjargon ist das eine synchrone Sprachbetrachtung, man schaut also, wie wird Sprache aktuell verwendet und nicht, wie wurde sie vor 400 Jahren im Vergleich zu heute verwendet).
Also: Wenn im Moment die Mehrheit der Deutschen sagen würde "Ich müssen dir helfen", und es von den meisten Menschen als korrekt empfunden würde, dann müsste der DUDEN dies als korrekte Form anerkennen und in die Grammatik aufnehmen.
Ein aktuelles Beispiel ist: Viele Menschen (darunter auch Akademiker und Politiker usw.) sagen Sätze wie:"Ich kann morgen nicht kommen, weil ich hab keine Zeit". NOCH steht im DUDEN, dass nach "weil" das Verb eigentlich ans Ende muss, also "Ich kann nicht kommen, weil ich keine Zeit habe". Allerdings wird die andere Variante in der aktuellen Grammatik schon als "umgangssprachlich" anerkannt. Und in ein paar Jahren, wenn sich die erste Form durchgesetzt hat (und das wird sie), wird sie als korrekte Form aufgelistet werden.
Denn was viele vergessen (oder nicht wissen): Sprache lebt und verändert sich. Was vor 300 Jahren als absolut falsch empfunden worden wäre, gilt heute als korrekt. Sprache und Sprachgebrauch ändern sich. Es gibt keine eine korrekte Sprachform.
Es kann gut sein, dass es in 100 Jahren als Standadform gilt, zu sagen "Ich hab keine Zeit". Dass also das "-e" am Ende von "habe" auch nicht mehr geschrieben wird. Und zwar, weil es immer häufiger nicht mehr gesprochen wird. Sprache folgt nämlich u. a. dem Ökonomieprinzip, das bedeutet, dass Formen oder Teile von Wörtern, die nicht mehr als wichtig empfunden werden oder als altmodisch, mit der Zeit aussterben. Das ist ein ganz normaler Vorgang.
Also: Der DUDEN ist nicht das Maß aller Dinge, sondern die gesprochene Sprache.
Wozu dient dann der DUDEN?
Nun, als Wörterbuch ist der DUDEN ziemlich gut. Keine Frage. Bei der Grammatik und allem Anderen ist es so: Der DUDEN kann dabei helfen, festzulegen, wie man schreiben und sich ausdrücken sollte, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen oder um in ganz Deutschland verstanden zu werden. Denn dazu dient eine Standardsprache letztlich: Sie legt eine Sprachform fest, die als Nationalsprache dient und von allen verstanden werden sollte.
Über dieses Thema kann man stundenlang schreiben. Ich habe hier nur einige wenige Punkte aufgegriffen, die mir am Herzen lagen.
Ich mag dieses Buch nicht besonders, da viele Erklärungen einfach schwammig bis schwachsinnig sind. (ein Beispiel: Es heiße auf Deutsch korrekt: Etwas ergibt Sinn und nicht etwas macht Sinn, da machen nur für konkrete Dinge gebraucht werden sollte und nicht für abstrakte. Man könne ja nicht etwas Abstraktes machen. Dies sei ein Einfluss des Englischen, wo es ja "to make sense" heißt. Allerdings heißt es auf Deutsch auch "Spaß machen", "Freude machen" etc. pp. Das sind alles ebenfalls abstrakte Begriffe...)
Außerdem suggeriert das Buch, dass es so etwas wie falsches und richtiges Deutsch gibt. Und das stimmt nur zum Teil.
Zunächst einmal zum Wort "Standardsprache". Dieses Wort sagt nicht etwa aus, dass es sich um einen Standard handelt, der als besonders gut angesehen werden solte. Es sagt aus, dass es sich um eine standardisierte - und somit zu einem gewissen Grad auch künstliche - Sprachvariante handelt. Linguistisch gesehen gibt es nämlich keine Standardsprache, im Sinne einer einzigen korrekten Sprachform. Es gibt nur Varietäten. Sächsich, Bayrisch, Hessisch... das sind alles Varietäten der Sprachgruppe "Deutsch". Und allein schon die Frage, was alles zum Deutschen gehört, lässt sich nur sehr schwer beantworten. Viel häufiger wird eine Varietät zu der und der Sprache gezählt, weil das Sprechergebiet in dem Land liegt, in dem diese Sprache als Nationalsprache gilt. Aus linguistischer Sicht gibt es dafür aber dann kaum Gründe.
Es gibt nicht das eine korrekte Deutsch. Zu diesem Irrglauben führen auch unsere Freunde beim DUDEN-Verlag. Im Vorwort der Duden-Grammatik steht ja auch noch etwas vom "normativen Anspruch" den der DUDEN erhebt. Klar, der DUDEN ist DIE Referenz (zusammen mit dem Wahrig, der aber schon weniger gebräuchlich ist) der in allen Gebieten verwendet wird. Aber der DUDEN ist eben KEINE NORMATIVE Insitution. Der DUDEN hat nicht die Macht, vorzuschreiben, wie etwas verwendet werden soll. Er kann nur Empfehlungen aussprechen. Aufgrund seiner weiten Verbreitung hat er aber fast normativen Charakter, ob man will oder nicht.
Wie kommt der DUDEN nun zu seine Regeln? Nun, Sprache ist, wie das Wort impliziert, vornehmlich etwas Gesprochenes. Schrift wurde ja bekanntlich so vor ca. 6000 Jahren entwickelt. Aber gesprochene Sprache gabs davor ja schon wesentlich länger. Und die gesprochene Sprache ist nun das Maß aller Dinge. Denn das Einzige, was der DUDEN machen kann (auch wenn er es selber vielleicht anders hääte) ist ABZUBILDEN, WIE DIE MENSCHEN DIE SPRACHE IN DER GEGENWART VERWENDEN (im Fachjargon ist das eine synchrone Sprachbetrachtung, man schaut also, wie wird Sprache aktuell verwendet und nicht, wie wurde sie vor 400 Jahren im Vergleich zu heute verwendet).
Also: Wenn im Moment die Mehrheit der Deutschen sagen würde "Ich müssen dir helfen", und es von den meisten Menschen als korrekt empfunden würde, dann müsste der DUDEN dies als korrekte Form anerkennen und in die Grammatik aufnehmen.
Ein aktuelles Beispiel ist: Viele Menschen (darunter auch Akademiker und Politiker usw.) sagen Sätze wie:"Ich kann morgen nicht kommen, weil ich hab keine Zeit". NOCH steht im DUDEN, dass nach "weil" das Verb eigentlich ans Ende muss, also "Ich kann nicht kommen, weil ich keine Zeit habe". Allerdings wird die andere Variante in der aktuellen Grammatik schon als "umgangssprachlich" anerkannt. Und in ein paar Jahren, wenn sich die erste Form durchgesetzt hat (und das wird sie), wird sie als korrekte Form aufgelistet werden.
Denn was viele vergessen (oder nicht wissen): Sprache lebt und verändert sich. Was vor 300 Jahren als absolut falsch empfunden worden wäre, gilt heute als korrekt. Sprache und Sprachgebrauch ändern sich. Es gibt keine eine korrekte Sprachform.
Es kann gut sein, dass es in 100 Jahren als Standadform gilt, zu sagen "Ich hab keine Zeit". Dass also das "-e" am Ende von "habe" auch nicht mehr geschrieben wird. Und zwar, weil es immer häufiger nicht mehr gesprochen wird. Sprache folgt nämlich u. a. dem Ökonomieprinzip, das bedeutet, dass Formen oder Teile von Wörtern, die nicht mehr als wichtig empfunden werden oder als altmodisch, mit der Zeit aussterben. Das ist ein ganz normaler Vorgang.
Also: Der DUDEN ist nicht das Maß aller Dinge, sondern die gesprochene Sprache.
Wozu dient dann der DUDEN?
Nun, als Wörterbuch ist der DUDEN ziemlich gut. Keine Frage. Bei der Grammatik und allem Anderen ist es so: Der DUDEN kann dabei helfen, festzulegen, wie man schreiben und sich ausdrücken sollte, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen oder um in ganz Deutschland verstanden zu werden. Denn dazu dient eine Standardsprache letztlich: Sie legt eine Sprachform fest, die als Nationalsprache dient und von allen verstanden werden sollte.
Über dieses Thema kann man stundenlang schreiben. Ich habe hier nur einige wenige Punkte aufgegriffen, die mir am Herzen lagen.
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Neue deutsche Rechtschreibung: ein kleines Tutorial. Teil 1: Getrennt- und Zusammenschreibung bei Verben
gedankenerguesse, 18:15h
So, seit August 2006 gilt ja schon die neue Rechtschreibung, wobei sich das Verständnis dafür noch immer nicht ganz durchgesetzt hat. Dabei hat die neue Regelung vieles vereinfacht und konsequenter geregelt als die alte.
Ich habe schon enige Tutorials zu diesem Thema gesehen, aber ich finde, sie alle schreiben immer genauso kryptisch wie der Dudenverlag selbst. Darum möchte ich mit diesem Tutorial (auch zur eigenen Praxis) versuchen, das Ganze etwas genauer zu beleuchten. (Und ganz klar: Ich bin auch nicht über jeden Fehler erhaben.)
Die Getrennt- und Zusammenschreibung ist dabei eines der Themen, das sicherlich am meisten Probleme macht. Deswegen fange ich damit an.
Ich unterteile das Ganze nach Wortarten.
SUBSTANTIV + VERB:
- Die Grundregel lautet: alles wird auseinandergeschrieben.
Davon gibt es ein paar Abweichungen, die nun beschrieben werden.
Verben können mit Substantiven untrennbare und trennbare Zusammensetzungen bilden.
- Untrennbar bedeutet, dass unabhängig von der Position im Satz, die Reihenfolge der einzelnen Bestandteile immer gleich ist.
- Trennbar bedeutet NICHT getrennt. Es bedeutet, dass bei diesen Verben nur im Infinitiv, den beiden Partizipformen und in Nebensätzen mit Verb-Endstellung zusammengeschrieben wird, sonst aber getrennt.
Was das Alles heißt, erkläre ich nun genauer.
UNTRENNBARE Zusammensetzungen:
Das sind Verben, wie "bergsteigen", "brandmarken", "schlussfolgern", "schlafwandeln" und andere.
Das besondere an diesen Zusammensetzungen ist nun, dass sie als Ganzes immer wie ein Verb behandelt werden.
Man erkennt sie z. B., wenn man sie konjugiert in einem Satz verwendet, am besten im Präsens (Gegenwart).
Ich schlussfolgere (und nicht etwa: ich folgere schluss...)
Ich bergsteige gerne (Problem hier: bergsteigen wird sehr selten so verwendet. Die Form ist aber korrekt. Es heißt nicht: Ich steige gerne berg)
Ich schlafwandele nie (und nicht etwa: ich wandele nie schlaf...)
Das einzige Problem hierbei ist eigentlich, dass man ein Verb in manchen Formen einfach nicht oft gebraucht (siehe bergsteigen) und man sich daher nicht sicher ist, ob es die Form so gibt. Aber das gilt ja letztendlich für alle Wörter, die man nicht kennt und somit liegt es nicht an den Rechtschreibregeln, wenn man hier unsicher ist.
>> TRENNBARE Zusammensetzungen
Das betrifft Fälle, in denen das Substantiv seine eigenständige Bedeutung verloren hat und eher als eine Art Verbpartikel angesehen wird. Was Verbpartikel sind, steht weiter unten bei XXXXXXX.
Beispiele hierfür sind:
eislaufen, teilnehmen, heimsuchen, stattfinden,...
Es gibt nicht allzu viele davon, man findet irgendwo sicher eine komplette Liste. Das Substantiv "teil" in "teilnehmen" hat seine eigentliche Bedeutung von Teil/Stück verloren. Man nimmt ja nicht wirklich einen Teil einer Sache, sondern es handelt sich hier um eine übertragene Bedeutung. Ebenfalls bei "heim": Es handelt sich hierbei nicht um das Heim, das Zuhause...
Zwei Tests gibt es dafür. Versucht, einen Artikel oder ein Adjektiv zu benutzen - das funktioniert in diesen Fällen nämlich nicht
- Ich würde gerne das Eis laufen -> das geht nicht
- Ich würde gerne das kleine Heim suchen -> ginge theoretisch, dann hätte "Heim" hier aber die wörtliche Bedeutung von "Zuhause" oder "Haus" und es wäre ein anderer Fall
Also, diese Zusammensetzungen aus Substantiv und Verb sind trennbar, d. h. sie werden im Infinitiv, den beiden Partizipien und in Nebensätzen mit Verb-Endstellung zusammengeschrieben, sonst getrennt.
Ich nahm daran teil. (getrennt, weil 1. Pers. Präsens)
Ich würde gerne daran teilnehmen. (zusammen, weil Infinitiv)
Ich habe daran teilgenommen. (zusammen, weil Partizip Perfekt)
Die teilnehmenden Mitglieder sollen bitte... (zusammen, weil Partizip Präsens)
Ich bezahle nichts, weil ich nicht daran teilnehme. (zusammen, weil Nebensatz (ab dem "weil) mit Verb-Endstellung)
TRENNBAR UND UNTRENNBARE Zusammensetzung
Nun gibt es eine Reihe von Zusammensetzungen, bei denen aus dem aktuellen Sprachgebrauch, also aus der Beobachtung, wie die Menschen hier gerade so reden, noch nicht eindeutig gesagt werden kann, welche Verwendungsweise sich mal durchsetzt.
Beispiele hierfür sind:
Dank sagen/danksagen, Gewähr leisten/gewährleisten,...
Man kan diese Verben auf zweierlei Art verwenden:
Wir gewährleisteten... / Wir leisteten Gewähr...
Wir danksagten... / Wir sagten Dank...
Beide Formen sind korrekt. Es wird sich im Laufe der Zeit sicherlich eine der beiden Formen durchsetzen.
Wichtig ist hierbei, dass, wenn ich mich z. B. für "gewährleisten" mit der Zusammenschreibung entscheide, die Verben auch immer zusammengeschrieb werden, wie die untrennbaren Zusammensetzungen. D. h.
Ich gewährleiste... (und nicht: ich leiste gewährt...)
Will man getrennt schreiben, dann muss man Gewähr groß schreiben, weil man sich dann quasi dafür entscheided, es als eigenständiges Substantiv zu sehen. Sollte eines dieser Substantive im Laufe der Zeit seine wörtliche Bedeutung einbußen, wie z. B, "teil" bei "teilnehmen", dann müsste man es klein schreiben.
ACHTUNG AUSNAHMEN:
Es gibt drei Fälle (zumindest werdenn immer diese drei angeführt) bei denen es noch eine Besonderheit gibt.
achtgeben / Acht geben
maßhalten / Maß halten
haltmachen / Halt machen
Hier ist es so, dass wie im Punkt oben drann, der Sprecher/Schreiber wählen kann, wie er schreibt. Entscheidet er sich für die Zusammenschreibung (achtgeben) handelt es sich aber nicht um eine untrennbare Zusammensetzung (wie bei gewährleisten), sondern um eine trennbare (wie bei "teilnehmen").
Es heißt also: Ich gebe acht / ich gebe Acht.
So, das wars eigentlich schon. Noch mal ein paar Beispiele:
1) Ich würde gerne Probe fahren (auseinander, weil jkeine der Abweichungen vorliegt. "Probe" ist hier in wörtlicher Bedeutung gebraucht, es bildet keine untrennbare Zusammensetzung, sonst hieße es z. B. "ich probefahre gerne" und es liegt auch kein Zweifelsfall vor, wie etwa bei "gewährleisten/Gewähr leisten")
2) Ich bin immer viel Rad gefahren -> selbe Begründung wie bei Probe fahren
3) Ich staubsauge gerne / Ich sauge gerne Staub (siehe "gewährleisten / Gewähr leisten" - der aktuelle Sprachgebrauch zeigt, dass beides verwendet wird)
Gut, soweit erstmal dazu.
XXXXXXX
Verbpartikel sind eigentlich Bestandteile eines Verbs, die aussehen wie Präpositionen oder Adverbien oder die überhaupt nicht selbständig vorkommen.
Aussehen wir Präpositionen:
ab-, auf-, zu-, mit-,... und andere, Listen gibt es im Internet.
Aussehen wie Adverbien
hervor-, herunter-, aufwärts-, zusammen-,... und andere, Listen gibts im Internet.
Kommen alleine nicht vor
fehl-, anheim-, irre-,... und andere, Listen gibts im Internet.
Das besondere an diesen Verbpartikel ist nun, dass sie mit dem Verb eine trennbare Verbindung eingehen.
D. h., man sagt z.B.
Ich nehme ab
Ich nehme zu
Ich komme mit
Ich komme hervor
Ich falle anheim...
Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung ist es nun wichtig, dass es eben auch Substantive gibt, die schon fast wie solche Partikel angesehen werden können, die verblassten Substantive, wie "teil" in "teilnehmen" etwa...
Ich habe schon enige Tutorials zu diesem Thema gesehen, aber ich finde, sie alle schreiben immer genauso kryptisch wie der Dudenverlag selbst. Darum möchte ich mit diesem Tutorial (auch zur eigenen Praxis) versuchen, das Ganze etwas genauer zu beleuchten. (Und ganz klar: Ich bin auch nicht über jeden Fehler erhaben.)
Die Getrennt- und Zusammenschreibung ist dabei eines der Themen, das sicherlich am meisten Probleme macht. Deswegen fange ich damit an.
Ich unterteile das Ganze nach Wortarten.
SUBSTANTIV + VERB:
- Die Grundregel lautet: alles wird auseinandergeschrieben.
Davon gibt es ein paar Abweichungen, die nun beschrieben werden.
Verben können mit Substantiven untrennbare und trennbare Zusammensetzungen bilden.
- Untrennbar bedeutet, dass unabhängig von der Position im Satz, die Reihenfolge der einzelnen Bestandteile immer gleich ist.
- Trennbar bedeutet NICHT getrennt. Es bedeutet, dass bei diesen Verben nur im Infinitiv, den beiden Partizipformen und in Nebensätzen mit Verb-Endstellung zusammengeschrieben wird, sonst aber getrennt.
Was das Alles heißt, erkläre ich nun genauer.
UNTRENNBARE Zusammensetzungen:
Das sind Verben, wie "bergsteigen", "brandmarken", "schlussfolgern", "schlafwandeln" und andere.
Das besondere an diesen Zusammensetzungen ist nun, dass sie als Ganzes immer wie ein Verb behandelt werden.
Man erkennt sie z. B., wenn man sie konjugiert in einem Satz verwendet, am besten im Präsens (Gegenwart).
Ich schlussfolgere (und nicht etwa: ich folgere schluss...)
Ich bergsteige gerne (Problem hier: bergsteigen wird sehr selten so verwendet. Die Form ist aber korrekt. Es heißt nicht: Ich steige gerne berg)
Ich schlafwandele nie (und nicht etwa: ich wandele nie schlaf...)
Das einzige Problem hierbei ist eigentlich, dass man ein Verb in manchen Formen einfach nicht oft gebraucht (siehe bergsteigen) und man sich daher nicht sicher ist, ob es die Form so gibt. Aber das gilt ja letztendlich für alle Wörter, die man nicht kennt und somit liegt es nicht an den Rechtschreibregeln, wenn man hier unsicher ist.
>> TRENNBARE Zusammensetzungen
Das betrifft Fälle, in denen das Substantiv seine eigenständige Bedeutung verloren hat und eher als eine Art Verbpartikel angesehen wird. Was Verbpartikel sind, steht weiter unten bei XXXXXXX.
Beispiele hierfür sind:
eislaufen, teilnehmen, heimsuchen, stattfinden,...
Es gibt nicht allzu viele davon, man findet irgendwo sicher eine komplette Liste. Das Substantiv "teil" in "teilnehmen" hat seine eigentliche Bedeutung von Teil/Stück verloren. Man nimmt ja nicht wirklich einen Teil einer Sache, sondern es handelt sich hier um eine übertragene Bedeutung. Ebenfalls bei "heim": Es handelt sich hierbei nicht um das Heim, das Zuhause...
Zwei Tests gibt es dafür. Versucht, einen Artikel oder ein Adjektiv zu benutzen - das funktioniert in diesen Fällen nämlich nicht
- Ich würde gerne das Eis laufen -> das geht nicht
- Ich würde gerne das kleine Heim suchen -> ginge theoretisch, dann hätte "Heim" hier aber die wörtliche Bedeutung von "Zuhause" oder "Haus" und es wäre ein anderer Fall
Also, diese Zusammensetzungen aus Substantiv und Verb sind trennbar, d. h. sie werden im Infinitiv, den beiden Partizipien und in Nebensätzen mit Verb-Endstellung zusammengeschrieben, sonst getrennt.
Ich nahm daran teil. (getrennt, weil 1. Pers. Präsens)
Ich würde gerne daran teilnehmen. (zusammen, weil Infinitiv)
Ich habe daran teilgenommen. (zusammen, weil Partizip Perfekt)
Die teilnehmenden Mitglieder sollen bitte... (zusammen, weil Partizip Präsens)
Ich bezahle nichts, weil ich nicht daran teilnehme. (zusammen, weil Nebensatz (ab dem "weil) mit Verb-Endstellung)
TRENNBAR UND UNTRENNBARE Zusammensetzung
Nun gibt es eine Reihe von Zusammensetzungen, bei denen aus dem aktuellen Sprachgebrauch, also aus der Beobachtung, wie die Menschen hier gerade so reden, noch nicht eindeutig gesagt werden kann, welche Verwendungsweise sich mal durchsetzt.
Beispiele hierfür sind:
Dank sagen/danksagen, Gewähr leisten/gewährleisten,...
Man kan diese Verben auf zweierlei Art verwenden:
Wir gewährleisteten... / Wir leisteten Gewähr...
Wir danksagten... / Wir sagten Dank...
Beide Formen sind korrekt. Es wird sich im Laufe der Zeit sicherlich eine der beiden Formen durchsetzen.
Wichtig ist hierbei, dass, wenn ich mich z. B. für "gewährleisten" mit der Zusammenschreibung entscheide, die Verben auch immer zusammengeschrieb werden, wie die untrennbaren Zusammensetzungen. D. h.
Ich gewährleiste... (und nicht: ich leiste gewährt...)
Will man getrennt schreiben, dann muss man Gewähr groß schreiben, weil man sich dann quasi dafür entscheided, es als eigenständiges Substantiv zu sehen. Sollte eines dieser Substantive im Laufe der Zeit seine wörtliche Bedeutung einbußen, wie z. B, "teil" bei "teilnehmen", dann müsste man es klein schreiben.
ACHTUNG AUSNAHMEN:
Es gibt drei Fälle (zumindest werdenn immer diese drei angeführt) bei denen es noch eine Besonderheit gibt.
achtgeben / Acht geben
maßhalten / Maß halten
haltmachen / Halt machen
Hier ist es so, dass wie im Punkt oben drann, der Sprecher/Schreiber wählen kann, wie er schreibt. Entscheidet er sich für die Zusammenschreibung (achtgeben) handelt es sich aber nicht um eine untrennbare Zusammensetzung (wie bei gewährleisten), sondern um eine trennbare (wie bei "teilnehmen").
Es heißt also: Ich gebe acht / ich gebe Acht.
So, das wars eigentlich schon. Noch mal ein paar Beispiele:
1) Ich würde gerne Probe fahren (auseinander, weil jkeine der Abweichungen vorliegt. "Probe" ist hier in wörtlicher Bedeutung gebraucht, es bildet keine untrennbare Zusammensetzung, sonst hieße es z. B. "ich probefahre gerne" und es liegt auch kein Zweifelsfall vor, wie etwa bei "gewährleisten/Gewähr leisten")
2) Ich bin immer viel Rad gefahren -> selbe Begründung wie bei Probe fahren
3) Ich staubsauge gerne / Ich sauge gerne Staub (siehe "gewährleisten / Gewähr leisten" - der aktuelle Sprachgebrauch zeigt, dass beides verwendet wird)
Gut, soweit erstmal dazu.
XXXXXXX
Verbpartikel sind eigentlich Bestandteile eines Verbs, die aussehen wie Präpositionen oder Adverbien oder die überhaupt nicht selbständig vorkommen.
Aussehen wir Präpositionen:
ab-, auf-, zu-, mit-,... und andere, Listen gibt es im Internet.
Aussehen wie Adverbien
hervor-, herunter-, aufwärts-, zusammen-,... und andere, Listen gibts im Internet.
Kommen alleine nicht vor
fehl-, anheim-, irre-,... und andere, Listen gibts im Internet.
Das besondere an diesen Verbpartikel ist nun, dass sie mit dem Verb eine trennbare Verbindung eingehen.
D. h., man sagt z.B.
Ich nehme ab
Ich nehme zu
Ich komme mit
Ich komme hervor
Ich falle anheim...
Bei der Getrennt- und Zusammenschreibung ist es nun wichtig, dass es eben auch Substantive gibt, die schon fast wie solche Partikel angesehen werden können, die verblassten Substantive, wie "teil" in "teilnehmen" etwa...
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In der Straßenbahn...
gedankenerguesse, 17:17h
In der Straßenbahn, vor allem am frühen Nachmittag, sehen alle immer so aus, als wären sie total gestresst und unzufrieden. Denkt man nicht immer: "Meine Fresse, ist hier überhaupt noch jemand glücklich?" Alle sehen aus wie drei Tage Regenwetter.
Ist die Bahn überfüllt, nervt einen jeder, der einem zu nahe kommt oder gar anrempelt.
Alte Leute steigen ein und man schaut sich irgendjemand Junges an und denkt: "Der/die könnte doch vielleicht mal aufstehen und den Platz anbieten...?!" Tut er/sie aber nicht.
Ein paar Jugendliche unterhalten sich zu laut oder hören laut Musik. Keiner sagt was, obwohl es bestimmt alle stört.
Andererseits...
Sind das nicht alles einfach neutrale Gesichtsausdrücke? Muss man denn immer lächeln? Ist es wirklich typisch deutsch, dass man in der Bahn oder im Bus nur verstohlene Blicke aufeinander wift und, falls das Gegenüber bemerkt, dass man es anschaut, schnell wegschaut, damit es ja nicht so aussieht, als hätte man was Schlechtes gedacht?
Ist die Bahn überfüllt, nervt einen jeder, der einem zu nahe kommt oder gar anrempelt.
Alte Leute steigen ein und man schaut sich irgendjemand Junges an und denkt: "Der/die könnte doch vielleicht mal aufstehen und den Platz anbieten...?!" Tut er/sie aber nicht.
Ein paar Jugendliche unterhalten sich zu laut oder hören laut Musik. Keiner sagt was, obwohl es bestimmt alle stört.
Andererseits...
Sind das nicht alles einfach neutrale Gesichtsausdrücke? Muss man denn immer lächeln? Ist es wirklich typisch deutsch, dass man in der Bahn oder im Bus nur verstohlene Blicke aufeinander wift und, falls das Gegenüber bemerkt, dass man es anschaut, schnell wegschaut, damit es ja nicht so aussieht, als hätte man was Schlechtes gedacht?
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